Auftrag: RISIKO ?!

1. Musikalisches Vorspiel

 

2. Begrüßung und Eingangsgebet (Lena und Tobi)

Lena: Lieber Gott,

wir sind heute hier, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern, und danken dir, dass wieder so viele gekommen sind.

Tobi: Vater, in unserem Alltag müssen wir immer wieder Risiko eingehen. Heute wollen wir uns damit beschäftigen, was das mit dir zu tun hat und was es eigentlich bedeutet – in deinem Auftrag etwas zu riskieren.

Lena: Dabei wollen wir dir begegnen und Neues mit dir erleben – schenke uns für diesen Gottesdienst Erfahrungen, Spaß und neue Ideen.

– Amen!

Tobi: Lasst uns nun gemeinsam unseren Gottesdienst „Auftrag: Risiko ?!“ mit dem ersten Lied beginnen: „Bahnt einen Weg unserm Gott“.

 

3. Lied 1: Bahnt einen Weg unserm Gott

 

4. Psalm 85 – Wenn Gott neues Leben schenkt (Joachim und Onno)

Ich will hören, was Gott, der Herr, zu sagen hat:

     Er verkündet Frieden seinem Volk –

     denen, die ihn lieben.

Eins ist sicher: Er wird allen helfen,

die ihm mit Ehrfurcht begegnen,

     seine Macht und Hoheit wird wieder

     in unserem Lande wohnen.

Dann verbünden sich Güte und Treue,

dann küssen einander Gerechtigkeit und Frieden.

    Treue wird aus der Erde sprießen

    und Gerechtigkeit vom Himmel herabblicken.

Der Herr selbst wird uns mit vielen Gütern beschenken,

und unsere Felder werden reiche Ernte einbringen.

    Ja, Gerechtigkeit wird dem Herrn vorausgehen

    und ihm den Weg bahnen. – Amen!

 

5. Lesung (Annika, Hannah und Enno)

Annika: Wir hören nun die Lesung, diese steht im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums – das Gleichnis vom anvertrauten Geld – Beauftragt zu handeln:

Hannah: Es wird dann so sein wie bei dem Mann, der ins Ausland reisen wollte. Er rief alle seine Verwalter zusammen und beauftragte sie, während seiner Abwesenheit mit seinem Vermögen zu arbeiten.

Dem einen gab er fünf Zentner Silberstücke, einem anderen zwei und dem dritten einen Zentner, jedem nach seiner Tüchtigkeit. Danach reiste er ab.

Der Mann mit den fünf Zentnern Silberstücke war so erfolgreich bei seinen Geschäften, dass er die Summe verdoppeln konnte.

Auch der die zwei Zentner bekommen hatte, verdiente zwei hinzu.

Der dritte aber vergrub sein Geld an einem sicheren Ort.

Nach langer Zeit kehrte der Herr von seiner Reise zurück und forderte seine Verwalter auf, mit ihm abzurechnen.

Annika: Der Mann, der fünf Zentner Silbergeld erhalten hatte, brachte zehn Zentner. Er sagte: „Herr, fünf Zentner hast du mir gegeben. Hier, ich habe fünf dazuverdient.“

Da lobte ihn sein Herr: „Du warst tüchtig und zuverlässig. In kleinen Dingen bist du treu gewesen, darum werde ich dir größere Aufgaben anvertrauen. Ich lade dich zu meinem Fest ein!“

Danach kam der Mann mit den zwei Zentnern. Er berichtete: „Herr, auch ich habe den Betrag verdoppeln können.“

Da lobte ihn der Herr: „Du warst tüchtig und zuverlässig. In kleinen Dingen bist du treu gewesen, darum werde ich dir größere Aufgaben anvertrauen. Ich lade dich zu meinem Fest ein!“

Schließlich kam der mit dem einen Zentner Silberstücke und erklärte: „Ich kenne dich als strengen Herrn und dachte: Du erntest, was andere gesät haben; du nimmst dir, was ich verdient habe. Aus Angst habe ich das Geld sicher aufbewahrt. Hier hast du es wieder zurück!“

Enno: Zornig antwortete ihm darauf sein Herr: „Auf dich ist kein Verlass, und faul bist du auch noch! Wenn du schon der Meinung bist, dass ich ernte, was andere gesät haben, und mir nehme, was du verdient hast, hättest du zumindest mein Vermögen bei einer Bank anlegen können! Dort hätte es wenigstens Zinsen gebracht!

Nehmt ihm das Geld weg, und gebt es dem, der die fünf Zentner hatte! Denn wer viel hat, der bekommt noch mehr dazu, ja, er wird mehr als genug haben! Wer aber nichts hat, dem wird selbst noch das Wenige, das er hat, genommen.

Und jetzt werft diesen Nichtsnutz hinaus in die Finsternis, wo es nur Weinen und ohnmächtiges Jammern gibt!“

 

6. Lied 2: One of us

 

7. Stationen (Lena und Tobi)

① Gleichnis (Hannah und Onno)

Was denkst Du über das Gleichnis? ⇨ „Umfrage“

□ stellt den Menschen vor eine Aufgabe

□ setzt den Menschen unter Druck

□ ist ungerecht / passt nicht ins Neue Testament

□ wirbt für eine Gesellschaft, in der sich jeder einbringt

② Talente (Joachim und Tobi)

Die GD-Besucher schreiben auf eine Karteikarte, was ihr Talent ist.⇨ „mein Talent“

③ Risiko (Annika und Lena)

Die GD-Besucher schreiben / malen auf ein Plakat, was Risiko ist bzw. wann sie Risiko eingehen.

④ Spruch ziehen (Enno)

Die GD-Besucher ziehen einen Spruch. Inhaltlich geht es um Risiko und Talente.

 

8. Musik

 

9. Texte nach Stationen – Auftrag: RISIKO ?!

Joachim: Wenn ich an Situationen denke, in denen Menschen Risiko eingehen, dann denke ich an Wetten. Setzt man hierbei einmal auf das falsche Pferd oder auf die falsche Mannschaft, dann verliert man seinen Einsatz – oft sein Geld. Trotz der Möglichkeit zu verlieren, sage manchmal auch ich zu einem Freund „Wollen wir wetten?“ und riskiere so etwas.

Onno: Auch im Sport gehe ich Risiken ein – zum Beispiel im Tischtennis das Risiko, gegen meinen Gegner bzw. gegen das gegnerische Team zu verlieren. Genau wie bei einer Wette kann ich dabei gewinnen oder muss eine Niederlage in Kauf nehmen. Risiko einzugehen, ist deshalb spannend und macht, wenn ich gewinne, sogar Spaß.

Tobi: Seine eigene Meinung zu vertreten, erfordert Risiko – gerade dann, wenn ich Widerworte gebe, kann eine Situation unangenehm werden: Wie reagiert der andere oder wird meine Kritik richtig verstanden? Mit Widerworten habe ich aber auch die Chance, etwas zu verändern, und im Streit können wir auch unserer eigenen Ansichten weiter entwickeln.

Hannah: Viele Eigenschaften mag ich an mir, einige aber auch nicht – deshalb kann es schon einmal vorkommen, dass wir uns verstellen, um cool zu wirken und besser anzukommen. Das ist auch ein Risiko, schließlich könnten die anderen sich hintergangen fühlen. Wenn ich mich aber nicht verstelle und so bin, wie ich bin, gehe ich ebenfalls Risiken ein – denn was ist, falls die Gruppe mich so nicht akzeptiert?

Enno: Manchmal kann es auch ein Risiko sein, anderen zu vertrauen. Wenn ich fremde Menschen kennenlerne, weiß ich nicht, ob sie mir gut gesonnen sind. Aber genauso erfordert es auch Mut, Freunden persönliche Geheimnisse oder Gefühle anzuvertrauen. Schließlich weiß man nie, wie sie darauf reagieren oder ob sie es wirklich für sich behalten können.

Lena: Ich finde es ganz schön schwierig, mein persönliches Talent zu benennen. Vielleicht sehen andere dieses ja nicht als mein Talent an oder kritisieren mich? Ich glaube, dass jeder von uns bestimmte Sachen besonders gut kann: Fußball spielen, andere zum Lachen bringen oder zuhören – jeder hat Talente.

Annika: Wenn wir uns trauen, diese Talente zu präsentieren, riskieren wir zwar, von anderen einmal eine negative Rückmeldung zu bekommen, es kann aber auch Bestätigung geben – oft helfen sogar Freunde oder die Familie dabei, Begabungen zu entdecken und weiter zu entwickeln. Talente geben also vor allem die Chance, uns einzubringen und etwas zu verändern. Sie machen uns einzigartig.

 

10. Lied 3: Du bist du

 

11. Impuls (Tobi)

 

12. Lied 4: Meine Zeit steht in deinen Händen

 

13. Gebet / Fürbitten / Vaterunser (Annika, Enno und Onno)

Enno: Nun möchten wir beten – wir hier vorne werden zuerst laut beginnen, dann habt ihr Zeit für ein kurzes stilles Gebet, bevor wir anschließend gemeinsam das Vaterunser sprechen werden.

Lieber Gott!

Danke, dass wir hier alle zusammen sind.

Danke, dass wir dich spüren dürfen

und dass du dich uns zeigst, obwohl wir dich nicht sehen können.

Annika: Vater, wir danken dir für unsere Talente,

die du uns geschenkt hast und die uns einzigartig machen.

Danke, dass du jeden Einzelnen von uns so liebst, wie er ist.

Herr, wir danken dir auch für dein Vertrauen, das du in uns setzt,

und für Aufträge, an denen wir wachsen können.

Onno: Lieber Gott, du forderst uns immer wieder dazu auf, mit dir Risiko einzugehen. Hilf uns, gemeinsam mit dir Neues zu wagen und Veränderungen zu erreichen.

Enno: Du im Himmel zwischen uns,

wir bitten dich um Kraft, die uns durchhalten lässt,

um Mut, sich selbst in die Gemeinschaft einzubringen,

und um Toleranz gegenüber Neuem und Unbekannten.

Annika: Wir bitten dich als Freund, Jesus Christus, um deine Unterstützung.

Wir bitten für eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt sind, und um Gerechtigkeit.

Onno: Lieber Gott,

hilf uns, etwas aus uns zu machen – und dabei doch an andere zu denken. Schenke uns bei Rückschlägen den nötigen Ansporn, um wieder aufzustehen, und lass uns trotz aller Risikobereitschaft, Talente und Vertrauen nicht unnötig aufs Spiel setzten.

Wir bitten dich, hilf uns die Chance zu begreifen,

immer wieder neu- und umzudenken.

⇨ stilles Gebet ⇨ danach Vaterunser – Amen!

 

14. Abkündigungen (Joachim)

Wir möchten nun auf die nächsten Termine hinweisen:

An diesem Sonntag findet um 10 Uhr hier in Dedensen mit Prädikant Kipp der nächste Gottesdienst statt.

Außerdem ein Hinweis auf das Konzert „Youth on Stage“ – dieses beginnt morgen um 18 Uhr vor der Sigwardskirche in Idensen, dort werden Jugendbands aus der ganzen Region spielen – unter anderem „crossing the line“, die uns auch heute im Gottesdienst begleiten.

Als nächstes singen wir den irischen Segenswunsch „Möge die Straße“ – bei diesem Lied wird die Kollekte eingesammelt, sie ist für den JKV und die Jugendarbeit in der Gemeinde bestimmt.

 

15. Lied 5: Irischer Segenswunsch – Möge die Straße

 

16. Segen (Annika und Hannah)

Annika: Gerade eben haben wir schon gemeinsam gesungen und um den Segen Gottes gebeten – nun möchten wir euch segnen:

Hannah: Vater, schenke uns deinen Segen,

dass wir stark sind im Glauben,

um deine Freude auszubreiten,

dass wir gegenüber anderen offen sind

und dass wir deinen Auftrag annehmen – zu handeln.

Annika: Lieber Gott, sei bei uns und berühre uns mit deiner Kraft,

dass wir uns trauen, Talente, die du uns schenkst, einzubringen,

dass wir als deine Boten Gutes tun und selbst Segen sind.

Begleite uns auf unseren Wegen. – Amen!

 

17. Ende (Lena und Tobi)

Lena: Wir freuen uns, dass ihr alle bei unserem schon zehnten Gottesdienst dabei gewesen seid – und möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der Jugendband „crossing the line“ aus Idensen bedanken,

Tobi: die wir gleich noch einmal hören werden und die uns heute wieder spitze begleitet hat! Jetzt wünschen wir euch noch einen guten Abend und den Mut, gemeinsam mit Gott etwas zu riskieren.

Lena: Tschüss –

Tobi: und bis zum nächsten Mal.

 

18. Musikalisches Nachspiel