Perfekt?

1. Musikalisches Vorspiel

2. Begrüßung (Lena und Tobi)
Lena: Hallo, wir begrüßen euch heute ganz herzlich zu unserem Gottesdienst „Perfekt?“. Wir – das ist der JugendKirchenVorstand und wir hier vorne sind Tobi und Lena.
Tobi: In unserem Gottesdienst geht es darum, wie Gott uns sieht und was es bedeutet, ein Ebenbild Gottes zu sein.
Lena: Wir freuen uns, dass ihr alle gekommen seid, um diesen Gottesdienst gemeinsam mit uns zu erleben.
Tobi: Wir haben wieder einige Stationen vorbereitet, bei denen ihr selber etwas zum Thema erfahren könnt.
Lena: Nun werden Enno und Onno mit dem Eingangsgebet weiter machen.

3. Eingangsgebet (Enno und Onno)
Lieber Gott,
wir sind heute hier zusammen gekommen, um diesen Gottesdienst gemeinsam mit dir zu feiern.
Wir wollen deine Stimme hören,
deinen Geist erleben
und so erfahren, was es in deinen Augen heißt, perfekt zu sein.
Öffne unsere Herzen und unsere Sinne für dein Dasein. – Amen!

4. Lied 1: Mercy is falling

5. Psalmgebet: Psalm 8 (Hannah und Joachim)
Herr, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;

über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.

Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob,

deinen Gegnern zum Trotz;

deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.

Seh' ich den Himmel, das Werk deiner Finger,

Mond und Sterne, die du befestigst:

Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,

das Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,

hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.

Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,

hast ihm alles zu Füßen gelegt:

All die Schafe, Ziegen und Rinder

und auch die wilden Tiere,

die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,

alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

Herr unser Herrscher,

wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde! – Amen!

 

6. Lied 2: Father God I wonder (DE)

7.
Lesung – Das Gleichnis vom verlorenen Sohn: Lukas 15,11-23 (Annika und Lena)
Annika: Jesus erzählte: „Es lebte einmal ein Mann, der hatte zwei Söhne. Der jüngere wollte eines Tages vom Vater schon das Geld haben, das er eigentlich erst später erben sollte. Als er das Geld bekommen hatte, ging er weg. Er zog in die Fremde, vergnügte sich und vergeudete sein ganzes Geld. Als er bettelarm war, kam eine Hungersnot, und er hatte nichts zu essen. Der junge Mann nahm eine Arbeit bei einem Bauern an, der Schweine züchtete. Er war so hungrig, dass er gern von dem Schweinefutter etwas gegessen hätte. Aber auch davon bekam er nichts. Und Heimweh hatte er auch.
Lena: ,Da stimmt doch etwas nicht‘, dachte er sich. ,Ich muss hier hungern, und die Arbeiter meines Vaters haben mehr als genug zu essen. Ich werde nach Hause gehen und dem Vater sagen, wie leid es mir tut, was ich getan habe. Ich weiß, dass ich es nicht wert bin, noch länger sein Sohn zu sein, aber vielleicht lässt er mich bei sich arbeiten.‘
Annika: So ging er also nach Hause. Der Vater sah ihn kommen und lief ihm voller Freude entgegen. Er umarmte seinen Sohn und küsste ihn. ,Bringt ihm neue Sachen zum Anziehen!‘ rief er den Dienern zu. ,Und schlachtet das gemästete Kalb. Wir wollen ein Fest feiern. Mein Sohn war für mich gestorben, aber nun ist er wieder da.‘
Lena: Als der ältere Sohn vom Feld kam, wurde er zornig. ,All die Jahre hindurch arbeite ich für dich, aber für mich hast du noch nie ein Fest veranstaltet‘, sagte er zu dem Vater. ,Doch für deinen leichtsinnigen Sohn, der überhaupt noch nichts für dich getan hat, schlachtest du ein Kalb!‘ ,Du weißt doch, alles, was ich habe, gehört auch dir‘, entgegnete der Vater. ,Aber jetzt wollen wir feiern und fröhlich sein. Dein Bruder war verloren, doch jetzt ist er wieder da.‘“

8. Stationen (Enno und Tobi)
Was ist ein Ebenbild? (Annika und Lena)
Die GD-Besucher schreiben oder zeichnen auf ein Plakat, was sie unter einem „Ebenbild“ verstehen.
Was ist die wichtigste Aufgabe des Menschen? (Hannah und Joachim)
Die GD-Besucher erhalten einen Stein und legen ihn bei einer der Antworten ab. Es ist nicht möglich, sich für mehrere Antworten zu entscheiden! „Umfrage“
… sich um andere zu kümmern (Nächstenliebe).
… sich um sich selbst zu kümmern (Werdegang – ggf. Erfolg).
… nachhaltig mit dem, was wir haben, umzugehen (Umwelt).
Spruch ziehen (Enno)
Die GD-Besucher ziehen einen Spruch. Inhaltlich geht es darum, dass Gott uns so liebt, wie wir sind.
Versöhnung / Aufeinanderzugehen / Akzeptanz (Onno und Tobi)
Die GD-Besucher entwerfen ein Zeichen oder Symbol (der Versöhnung, des Aufeinanderzugehens beziehungsweise der gegenseitigen Akzeptanz) auf einem kleinen Zettel. Die Zettel werden eingesammelt und am Ende des Gottesdienstes verteilt.

9. Lied 3: Wo Menschen sich vergessen

10. Texte nach Stationen
Aufgaben des Menschen
Joachim: Es ist schwer zu entscheiden, was die wichtigste Aufgabe des Menschen ist! Es gibt viel um das wir uns mehr oder weniger zu kümmern versuchen.
Enno: Es können zum Beispiel andere Menschen im Vordergrund stehen, wobei man sich aber selber auch nicht vergessen sollte. Für mich ist außerdem wichtig, dass wir verantwortungsvoll mit dem umgehen, was wir haben.
Perfekt sein
Onno: Jeder von uns kennt das: Wir alle wollen in den verschiedensten Situationen möglichst perfekt sein.
Hannah: Wir wollen also, dass es nichts an uns auszusetzen gibt. Und deswegen versuchen wir anderen – zum Beispiel unseren Freunden und unserer Familie – zu gefallen oder unseren eigenen Anforderungen gerecht zu werden.
Akzeptanz und Aufeinanderzugehen (der verlorene Sohn)
Lena: Aber es klappt nicht immer „perfekt zu sein“: Wir machen alle Fehler oder entscheiden uns vielleicht auch manchmal für falsche Dinge.
Annika: Und dann ist es umso schöner, von anderen trotzdem akzeptiert, geliebt und gegebenenfalls wieder aufgenommen zu werden.
Tobi: Es gibt ganz verschiedene Symbole oder Zeichen, die das deutlich machen. Der Vater veranstaltet für den verlorenen Sohn ein Fest. Manchmal reicht es aber auch schon, jemandem mit einem Lächeln zu begegnen oder ihm die Hand zu reichen.

11. Lied 4: Meine Zeit steht in deinen Händen

12. Impuls (Tobi)
- Aus unserer Sicht ist der verlorene Sohn ganz sicher nicht perfekt: Er verlässt seinen Vater und lässt sich sein Erbe auszahlen. Dann kehrt er zurück; doch er ist niedergeschlagen, hat all seine Besitztümer verloren.
- „So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild“ heißt es in der Schöpfungsgeschichte und später noch „Gott betrachtete alles, was er geschaffen hatte. Und er sah, dass es sehr gut war.“
- Sehr gut – also eigentlich perfekt: Das kann man sich noch vorstellen, wenn man an Gott selber denkt. Aber wie kann der verlorene Sohn – also derjenige, der sich falsch entscheidet, der einen Fehler macht – sehr gut oder sogar perfekt sein? Wie können überhaupt wir perfekt sein?
- Gott hat uns nach seinem Bild geschaffen, also sind wir ein Ebenbild von Gott. Doch was ist eigentlich ein Ebenbild?
- Ich weiß nicht wie es euch geht, aber unter einem Ebenbild verstehe ich – zumindest auf den ersten Blick – etwas, was eine genaue Abbildung des ursprünglichen Bildes ist. Demnach müssten wir also, wie Gott sein?
- Dass das nicht ganz hinkommt, dürfte uns allen klar sein, aber was ist dann gemeint? In dem Psalm, den wir zum Anfang des Gottesdienstes gebet haben, steht der Mensch – stehen also wir – im Zentrum. Dort heißt es, dass Gott uns als Herrscher über alles, was er geschaffen hat, einsetzt. Dass wir also dafür verantwortlich sind.
- Wenn ich mich vor einen Spiegel stelle, dann sehe ich auch jemanden vor mir, eine Abbildung – mein Gegenüber.
- Als Ebenbild Gottes ist jeder von uns also das Gegenüber von Gott. Verantwortlich für sich selbst, für andere und auch für die Schöpfung.
- Und Gott traut uns zu, verantwortlich mit allem, was er geschaffen hat, umzugehen, schließlich besitzen wir – als seine Abbildung – auch die Fähigkeiten dazu.
- Bei den Stationen haben wir festgestellt, wie schwer es ist, sich festzulegen, was für uns persönlich die wichtigste Aufgabe des Menschen ist. Es ist eben auch eine ganze Menge, wofür wir – als Ebenbilder Gottes – verantwortlich sind.
- Doch es fällt uns schwer, verantwortlich mit dem, was Gott geschaffen hat, umzugehen und jeder von uns trifft für sich selber auch mal eine falsche Entscheidung, sogar dann, wenn er versucht für sich und für andere perfekt zu sein.
- Der verlorene Sohn entscheidet sich nicht so, wie es sich sein Vater von ihm wünschen würde, er verlässt ihn und muss feststellen, dass er sich für einen falschen Weg entschieden hat. Trotzdem nimmt der Vater, nimmt also Gott, den verlorenen Sohn wieder auf.
- Für Gott sind wir, bin ich und bist du so perfekt, wie du bist. Gott liebt dich mit deinen Stärken und Schwächen, mit dem, was du perfekt kannst, und mit dem, was du nicht so gut kannst – auch wenn manche Menschen das vielleicht anders sehen. Und Gott verzeiht dir auch Fehler – genau wie dem verlorenen Sohn.
- Für den Bruder vom verlorenen Sohn ist es trotzdem unverständlich, warum der Vater für den scheinbar nicht Perfekten ein Fest veranstaltet. Auch wir sollten anderen die Chance geben, Fehler wieder gut zu machen und sie so akzeptieren, wie sie sind, es ist schließlich jeder als Ebenbild Gottes perfekt.
- Es gibt auch Spiegel, die verzerren, die uns zum Beispiel größer oder kleiner erscheinen lassen, aber trotzdem können wir dann unser Gegenüber sehen.
- Als Ebenbilder Gottes sind wir also nicht genau wie Gott und auch nicht alle gleich, hingegen ist jeder ein einzigartiges verantwortliches Gegenüber von Gott.
- Gott liebt jeden, wie er ist. Für ihn sind wir alle: Perfekt!

13. Lied 5: Du bist Du

14. Gebet, Fürbitten, Vater unser (Annika und Onno)
Vater,
wir danken dir, dass wir gemeinsam diesen Gottesdienst verbringen konnten.
Danke, dass du immer bei uns bist und uns durch unser ganzes Leben begleitest.
Danke, dass du uns so wunderbar gemacht hast und dass wir für dich so perfekt sind, wie wir sind.
Gott, hilf auch uns, andere so zu akzeptieren, wie sie sind, und begleite uns dann, wenn wir auf sie zugehen.
Herr, wir danken dir, dass du uns zu deinem Ebenbild geschaffen hast. Dadurch hast du uns aber auch viele Aufgaben gestellt.
Hilf uns, diese zu erfüllen und nachhaltig mit dem umzugehen, was du uns geschenkt hast.
Vater unser … – Amen!

15. Abkündigungen (Joachim)
An dieser Stelle möchten wir nun auf die nächsten Gottesdienste hinweisen:
An diesem Sonntag findet um 10:00 Uhr ein Gottesdienst in Gümmer mit Pastor Petzold statt. In der Woche darauf werden die Konfirmanden aus Dedensen hier – in der Hase-Kirche – um 10:00 Uhr konfirmiert. Als nächstes singen wir das Lied „Sei behütet“, bei diesem Lied wird die Kollekte eingesammelt, die für den JKV und die Jugendarbeit in der Gemeinde bestimmt ist.

16. Lied 6: Sei behütet

17. Segen (Hannah und Enno)
Der Vater, für den ihr alle perfekt seid, so wie ihr seid, ist immer bei euch. Gerade dann wenn ihr auf andere zugeht und euch in seinem Namen versöhnt.
Gott, segne das Handeln von uns allen, segne uns, damit wir dir vertrauen und damit wir andere durch unseren Glauben stark machen. – Amen!

18. Ende (Lena und Tobi)
Lena: Unser Gottesdienst neigt sich nun dem Ende zu und wir hoffen, dass er euch gefallen hat.
Tobi: Vielleicht nehmt ihr ja aus dem Gottesdienst den Gedanken mit, dass wir für Gott so perfekt sind, wie wir sind und dass auch wir andere trotz ihrer Fehler akzeptieren sollten.
Lena: An dieser Stelle möchten wir uns bei der Jugendband aus Idensen bedanken, die uns wieder musikalisch begleitet hat. (Außerdem noch ein Dankeschön an Renate, die wieder die schöne Dekoration gemacht hat.)
Tobi: Nun möchten wir noch einmal auf unsere Homepage hinweisen: jkv-dedensen.jimdo.com. Einen Hinweis dazu findet ihr auch auf den Liederzetteln.
Lena: Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge stehen wir euch gerne zur Verfügung und wir würden uns auch freuen, wenn ihr einen Eintrag im Gästebuch auf unserer Homepage machen würdet.
Tobi: Vielen Dank für euer Kommen und noch einen schönen Abend.
Lena: Tschüss und bis zum nächsten Mal.

19. Musikalisches Nachspiel